Carfuture - Die Zukunft des Automobils

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Teslamotors. Die Zukunft fährt elektrisch.

Mai 13th, 2008 · 1 Kommentar

Nicht aus den Schmieden der Maschinenbauer, sondern im legendenverwöhnten Silicon Valley in Kalifornien wurde ein neues Auto geboren. Der Gründer Martin Eberhard ist eigentlich Elektroingenieur. Er beobachtete, dass gerade die Lithium-Ionen Akkus, wie sie in Notebooks und Laptops verbaut werden, deutlich bessere Eigenschaften aufweisen als die in Autos üblichen Bleiakkus. Mit dieser Idee gründete er die Firma Tesla Motors.

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Das Fahrzeug sollte statt mit einem Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor ausgestattet werden. Der Tank ist ein Block aus Laptopakkus. Diese Akkus können so viel Energie speichern, dass man ohne Zwischenladen 354 Kilometer zurücklegen kann. Gerade Elektromotoren haben dem Verbrenner gegenüber hervorragende Eigenschaften. Bereits ab dem ersten Volt entwickeln Sie ein hohes Drehmoment. Der Wirkungsgrad der Motoren ist um einiges höher und man kann große Umdrehungszahlen erreichen. Dies macht eine aufwändige Gangschaltung überflüssig. Für den Rückwärtsgang muss man die Motorsteuerung lediglich “umpolen”. Durch eine elektronische Steuerung wird die Geschwindigkeit und die Fahrrichtung eingestellt. Weniger mechanische Teile sind nötig. Das Fahrzeug ist mit einer Zweigang-Schaltung ausgerüstet: Schnell/Langsam. Die Beschleunigungswerte sind herrausragend. Der Wagen beschleunigt so schnell wie ein Porsche 911.

Der schmucke Tesla mit Lotus Chassis

Das Karosserie-Design des Tesla Roadster kommt vom britischen Sportwagen-Hersteller Lotus und basiert auf Lotus Elise. Der Roadster soll in weniger als vier Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen, als Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller 201 km/h an. Der Preis des 257 PS starken Elektro-Sportwagen wird bei rund 67.500 Euro liegen. Die Auslieferung des Fahrzeugs wurde mehrmals verzögert. 600 Bestellungen sollen bereits eingegangen sein. Am Ende des ersten Quartals 2008 sollen die ersten 50 Fahrzeuge auf die Straße gelassen werden.

Wenn es Tesla gelingt, zeitnah Autos mit Li-Ionen-Antrieb zu liefern, könnte Ihnen ein Senkrechtstart gelingen. Toyota plant in der nächsten Prius-Generation Lithium-Ionen-Batterien einsetzen.

Warum aber ist es so schwierig Elektroautos zu bauen?

Lithium-Ionen-Akkus können bei hohen Temperaturen Feuer fangen. Das Alkalimetall Lithium brennt bereits bei Zimmertemperatur und kann bei Wasserkontakt explodieren. Viele Laptophersteller hatten bereits Probleme mit diesen Akkus. Im Jahre 2006 musste Sony wegen defekter Akkus einen Rückruf starten.

Atomobile sind da noch ein wenig kritischer. Sie sind extremen Bedingungen ausgesetzt. Die Akkus werden thermisch und mechanisch belastet. Kurzschlüsse vertragen diese Batterien überhaupt nicht. Sie überhitzen und können explodieren.

Das folgende Video zeigt, wie ein Laptop, das mit diesen Akkus ausgestattet ist, in Flammen aufgeht:

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Es entstehen Temperaturen von über 1000°C. Das Löschen mit Wasser ist nicht möglich. Eine solide Verpackung der Akkus ist daher unumgänglich.

Aber nicht nur Teslamotors versucht sich an Elektroantrieben. Smart möchte zum Jahresende 2008 einen reinen Elektrosmart auf den Markt bringen. Die Norwegen sind da schon ein Stück weiter. Die Firma Think baut das Elektrofahrzeug Think-City unter der Geschäftsführung von Jan-Olaf Willums in Oslo. Norwegen wird derzeit ausschließlich mit Ökostrom aus Wasserkraft versorgt. Für Norwegen hat das Elektrofahrzeug eine perfekte Ökobilanz. Smart testete im Jahre 2007 den Elektrosmart. In London sind schon mehrere Steckdosen an Parklücken zu finden. Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, fährt seit dem 22. Februar 2008 einen Smart Fortwo electric drive, den er von der Daimler AG übergeben bekam.

Aber Strom ist doch nicht Ökologisch, oder?

Die Antwort ist: Strom in Automobilen ist ökologisch. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zunächst einmal müssen die Fahrzeuge nicht mehr den schweren Verbrennungsmotor mitschleppen. Ein Elektromotor mit gleicher Leistung wiegt oft einen Bruchteil eines Verbrennungsmotors. Dann folgt die Dunkelziffer der “Kat-Schwarzfahrer”. Ein defekter verbrennungsmotor oder Kat verpesstet die Luft. Strom wird in Kraftwerken hergestellt. Die Aggregate werden regelmäßig gewartet und der Staat führt regelmäßige Kontrollen durch.

In der Regel kann Kraftstoff (Diesel, Öl, Gas, Kohle) in Kraftwerken mit einem höheren Wirkungsgrad verwendet werden. Leerlauf an Ampeln fällt weg. Die Ökobilanz des Fahrzeugs entspricht demnach der Ökobilanz der Stronhersteller - grüne Karte für Norwegen, denn dort macht man sich schon lange keine Gedanken mehr über den Strom.

Bilder: Teslamotors.com

Tags: Auto Heute

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Trausnith // Mai 26, 2008 at 11:51

    Zu erwähnen wäre da noch dass Tesla-Motors künftig auch ein Carport mit einer 25 qm Photovoltaikanlage anbieten möchte, womit das Fahrzeug geladen werden kann, und für jährlich ca. 20000km reichen soll.

    Die Zukunft gehört dem Elektroauto. Man kann nur hoffen, dass es nicht schon zu spät ist, denn
    eine Verbreitung der Elektrofahrzeuge, sowie die Schaffung einer Infrastruktur zur ökologischen Erzeugung der dafür benötigten Energie aus Wind und Solar, wird nicht von heute auf morgen realisierbar sein.

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